Klassische Homöopathie

Als individuelle Reiz- und Regulationstherapie setzt die homöopathische Behandlung eine ausführliche
Erfassung der spezifischen Symptome des jeweiligen Patienten voraus: die homöopathische Anamnese,
die deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die übliche Befragung nach Dauer und Art der Beschwerden
in der Routinepraxis.
Die homöopathische Therapieform ist daher weniger das Verordnen von „Kügelchen“ als das Erfassen der
„auffallenden, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und
Symptome“ eines Patienten.










Um ein erkranktes Tier in seiner individuellen Reaktionsweise zu erkennen, bedarf es einer guten
Zusammenarbeit von Tierbesitzer und Tierarzt, um Informationen und Beobachtungen zu sammeln.
Die Dokumentation, Gewichtung (Hierarchisierung) und Verwertung der Befunde ist die Aufgabe des
Homöopathen in der nachfolgenden Repertorisation (einer Analyse mittels Computerprogramms), die ihm
hilft, eine kleine Auswahl geeigneter Arzneimittel zu treffen, aus denen er das passendste, das Similimum,
wählt und in der angemessenen Stärke (Potenz) verordnet. Hierbei wird die Wirkung auf ein Organ oder
Gewebe, auf mehrere Organsysteme, auf die Konstitution gerichtet (organo-, funktio-, personotrope
Aspekte).
Diese Vorgehensweise kennzeichnet die klassische Homöopathie.

Für mich als Tierärztin ist es faszinierend, wenn die Kommunikation zwischen Tierhalter, Therapeut und
Patient funktioniert und gemeinsam Wege zur Lösung von Problemen und zur Heilung gefunden werden
können.
Beisp.:
Australian Shephard Hündin Amy in für
sie typischer Schlaflage